Die Blutwurz       (potentilla erecta)

 

 

Die Blutwurz gehört zu den gerbstoffreichen Heilpflanzen. Enthalten sind neben Tannin auch Tormentillin, Chinovasäure und etherische Öle. Die Blutwurz entstammt der Familie

der Rosengewächse, ist eine einheimische Pflanze mit innen rötlich gefärbtem Wurzelstock, der von September bis November gesammelt wird.

 

Längst wurde die zusammenziehende und blutstillende Kraft dieser Arzneipflanze wissenschaftlich belegt. Die unscheinbare max. 30 Zentimeter hohe Heilpflanze kommt in ganz Europa auf mageren, sauren Böden wie Heide-, Moor- und Waldwiesen vor.

Aus ihrem fingerdicken Wurzelstock treibt sie mehrere Stängel, besetzt mit fünfgliedrigen Blättern. Über 300 Arten solcher Fingerkräuter kennt unsere Flora. Die meisten haben zum

Verwechseln ähnliche, kleine gelbe Blüten mit fünf Blütenblättern.

 

Nicht die Blutwurz !! Im Gegensatz zu allen anderen Arten besitzen Ihre Blüten als Besonderheit der Natur nur vier Kronblätter. So kann man sie leicht aus der riesigen Pflanzenfamilie herausfinden.

 

Die Volksmedizin kennt außer Tee, Wurzelpulver und Tinktur noch den Blutwurzwein. Dazu wird die geschnittene Wurzel mit Rotwein angesetzt. Hilfreich ist auch dieser Sud bei Durchfällen und Magen-Darm-Entzündungen. Schon Paracelsus sagte: “Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“. Nutzen wir also diese Geschenke der Natur auch zur  Produktion altbewährter Spirituosen.